Die Blüte der Saat

Der Mensch ist ein Saatkorn, ein Potenzial.
Der Mensch ist nicht nur das , was er ist ,sondern auch das was er sein kann.
Was immer der Mensch ist - er ist nur eine Ausgangsposition , nur ein Anfang , nur ein Werden.
Viel liegt verborgen, und der verborgene Teil ist größer als der sichtbare Teil.
Das ist der Grund, warum ich den Menschen ein Saatkorn nenne.
Er kann wachsen und er kann nur dann Mensch sein, wenn er wächst.

Bleibt ein Saatkorn ein Saatkorn, bedeutet das den Tod.
Wenn ein Saatkorn nicht wächst, dann stirbt es ab. Dazwischen kannst du nicht bleiben.
Entweder musst du wachsen oder du musst sterben. Dazwischen gibt es nichts. Wachse oder stirb!
Du hast keinen anderen Ausweg. Das Saatkorn ist nur ein Ausgangspunkt, um zu wachsen.
Wachsen heißt Grenzen überschreiten, wachsen heißt auf der einen Ebene sterben und auf einer anderen
Wiedergeboren werden. Was heißt Wachstum für ein Saatkorn?

Dass es als Saatkorn sterben muss - nur so wird der Baum geboren, wird die Möglichkeit zu einer Tatsache.
Ein Saatkorn kann auf zweierlei Art sterben:
Es kann einfach sterben ,ohne zu wachsen - dann stirbt es einen negativen Tod,
oder es kann Sterben um zu wachsen , dann stirbt es einen positiven Tod.
Ein positiver Tod ist die Tür zu mehr leben.
"positiver Tod" heißt für etwas zu sterben - sterben, um zu wachsen,
von der einen Ebene verschwinden um auf einer anderen zu erscheinen.


Nietzsche sagt irgendwo, dass der Mensch nur dann existiert, wenn er über sich hinauswächst:
Du existierst nur, wenn du von da unten verschwindest und da oben zum vorschein kommst.
Das ist ein bewusster Vorgang: Man entwächst dem Materiellen und wird bewusster.

Ein Saatkorn kann sich unmöglich vorstellen, was es mal sein kann,
auch nur davon zu träumen scheint unmöglich.
Wie könnte es davon träumen, was es mal sein kann?
Die bloße Vorstellung, es könnte einmal ein Baum sein, wäre einfach lachhhaft.
Wie kann ein Saatkorn ein Baum sein?

Selbst wenn der Baum direkt neben dem Saatkorn steht, kann sich das Saatkorn nicht vorstellen,
dass dieser Baum einst ein Saatkorn war, und dass "ebenso ich einmal ein Baum sein kann"


Buddha hat gesagt:
Ich kann euch die Wahrheit nicht geben,
aber ich kann euch einen Traum geben.
seht mich an; und eure Potenziale,
eure Möglichkeiten werden anfangen sich zu regen.
Irgendetwas in eurem Inneren wird anfangen sich danach zu sehnen, was es sein kann:
Ein Buddha ist ein Baum- nicht nur ein Baum, sondern ein Baum , der in voller blüte steht.

Wir sind Saatkörner.
Stellt euch den Menschen als ein Saatkorn vor.
Wozu kann er dann aufblühen?
Was für Blüten mag der Mensch haben?
Blüten des bewusstseins, sicherlich .

Sutra: Chidaaptih Pushpam



                 

Kommentare:

Mimi Tran hat gesagt…

Hey Nina,

ich hab dich kürzlich auf Facebook entdeckt und dachte, ich schau mal auf deinem Blog vorbei.;) Du hast echt wunderwunderschöne Fotos gemacht. Ich liebe den Stil, in dem sie bearbeitet sind, die Locations, die Models, die Kameransicht.. echt großen Lob von mir!

xx
Mimi

natalie hat gesagt…

wirklich ein sehr schönes bild (:
liebe grüße,natalie von http://owlfeathersandwolfeyes.blogspot.de/
<3

newhouser hat gesagt…

Sehr gut!

dk hat gesagt…

dein blog ist sehr schön :) folge dir jetzt ♥
hättest du vielleicht lust eine blogpräsentation zu gewinnen?
schau doch mal hier vorbei: http://www.strangeness-and-charms.com/2013/02/win-blogpresentation.html
ich würde mich freuen, wenn du mitmachst.

liebe grüße
dahi ♥